Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

 

Durch das ausgeklügelte Diagnostikverfahren der Chinesischen Medizin können Krankheiten und Dysfunktionen lange vor ihrem Ausbruch erkannt werden.

 

Begriff, Herkunft & Ziele
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine jahrtausendalte Heilmethode, die auf der Vorsellung basiert, dass Gegensätze wie Ruhe und Bewegung voneinander abhängig sind und gemeinsam ein Ganzes bilden. Krankheit entsteht durch ein Ungleichgewicht dieser Polaritäten.

Wann hilft die Chinesische Medizin?
Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt nicht nur im präventativen, sondern auch im akuten und chronischen Bereich an. Ihr vielvältiger Einsatz erstreckt sich über die Neurologische Krankheiten, Orthopädie, Innere Krankheiten, Gynäkologie, Urologie, Allergien, Hauterkrankung und Magen-Darmerkrankungen.

Anamnese/Konsultation
In der Chinesischen Medizin werden alle Informationen über eine Person gesammelt. Dies beinhaltet die äusserlichen (objektiven) Betrachtungen wie die Zungen- und Pulsdiagnose, Erscheinung des Patienten (wie z.B. Gesichtsfarbe, Haltung, etc.), sowie innerliche Symptome und Zeichen wie z.B. Durchfall oder Kopfschmerzen. Die Diagnose wird erstellt durch das Zusammenfügen dieser verschiedenen Anzeichen, die ein komplexes Muster ergeben.

In einem Praxisbeispiel bekommen fünf Menschen mit der gleichen schulmedizinischen Diagnose Morbus Crohn fünf komplett unterschiedliche Behandlungen. Der Behandlungsplan wird also nicht nur anhand einiger Symptome erstellt, sondern der Mensch wird in seiner Ganzheit erfasst, in Verbindung mit seiner Umgebung und den Einflüssen der Natur.

Anwendungsformen

  • Akupunktur – Stimulation der Meridiane durch Setzung von haarfeinen Nadeln.
    Die Akupunktur wirkt indem sie die Meridiane über bestimmte Punkte stimuliert. Meridiane sind unsichtbare Energie Leitbahnen die durch den Körper verlaufen. Das Einstechen der Nadeln in ein paar ausgewählte Punkte ist in der Regel schmerzarm oder gar schmerzlos; es werden haarfeine, sterile Einmalnadeln benutzt. Akupunktur hilft indem sie Blockaden auflöst, so dass die vitale Energie (auch Qi genannt) wieder ungehindert durch den Körper fliessen kann. Dadurch werden Schmerzen gelindert, das Immunsystem gestärkt und das emotionale Wohlbefinden verbessert.
    Innerhalb einer Sitzung, die 60 MInuten dauert, werden zwischen 2 und 12 Nadeln gesetzt, woraufhin sich der Patient meist tief entspannt, bis die Nadeln wieder entfernt werden.

  • Chinesische Kräuterheilkunde/Phytotherapie – Auf das Muster des Patienten angepasste, ausgeklügelte und komplexe Rezepturen.

    Die Kräuter unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und werden entweder als Roh Dekokte (frisch gekochter Tee) oder als Granulat verschrieben. Bei Bedarf kann man sie auch tablettieren lassen.

  • Schröpfen und Gua Sha - Saugverfahren mit Gläser oder chinesischen Porzellan Suppennlöffenl
    Das Schröpfen und Gua Sha gehören beide zu den Ausleitverfahren. Es hilft Muskel Spannungen zu lösen, lindert Schmerzen, trägt zur Entgiftung bei, stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung und regt die Lymph Zirkulation an.

    Beim Schröpfen werden Gläser durch ein Saugverfahren auf die Haut gesetzt. Die Haut wird vorher in Öl eingerieben. Die Gläser bleiben dann maximal 10 Minuten auf der selben Stelle oder sie werden in hin und her geschoben was ähnlich einer Massage ist.

    Beim Gua Sha nimmt man entweder einen Chinesischen Porzellan Suppenlöffel oder ein Instrument das speziell für Gua Sha gemacht ist. Die Haut wird mit Öl eingerieben und dann reibt man in langen Streichbewegungen die zu behandelnde Stelle.

  • Moxibustion - Heilkraut der Pflanze Beifuss die durch Wärme tief in den Körper einwirkt
    Moxibustion kann man mit Akupunktur kombinieren oder auch in lieu von Akupunktur verwenden. Es gibt verschiedene Arten von Moxibustion, doch bei allen Formen der Moxibustion handelt es sich um das Heilkraut der Pflanze Beifuss die durch Wärme tief in den Körper einwirkt und so das blockierte Qi lösen kann. Es ist auch sehr effektiv um Verhärtungen im Narbengewebe zu lösen und wieder Blutzirkulation in ein Gebiet zu bringen das ohne hin schon schlecht durcblutet ist.

  • Ohrakupunktur - Wie auf den Fuss Reflexzonen wird der ganze Körper auf dem Ohr projiziert
    Man kann den ganzen Körper von Kopf bis Fuss mit der Ohrakupunktur behandeln. Auch physische, psychische und Emotionale Probleme sind gut mit der Ohrakupunktur behandelbar. Man kann die Ohrakupunktur in eine Körperakupunktur mit einbeziehen oder man kann exklusiv nur das Ohr behandeln. Manche Menschen die sonst vor der Akupunktur zurückschrecken, ziehen die Ohrakupunktur vor, da die Nadeln nicht in die Muskulatur gestochen werden.
    Die Ohrakupunktur eignet sich besonders gut um Abhängigkeiten zu behandeln. Abhängigkeitserkrankungen beinhaltet nicht nur die Abhängigkeit von Suchtmitteln wie Drogen und Nikotin, sondern auch Abhängigkeiten von Essen, Sex, Einkaufen etc..